Jugendliche schließen „Initiative Hoffnung“ ab

Junge Christen aus Kirchen, Freikirchen und christlichen Werken haben im Jahr 2011 in sechs Aktionen Hoffnung an Menschen in Wetzlar weitergegeben. Bei einem Empfang im Neuen Rathaus teilten die Leiter der „Initiative Hoffnung“ einen Mantel mit Oberbürgermeister Wolfram Dette (FDP). Damit griffen sie die Legende von Martin von Tours auf, der nach der Überlieferung seinen Mantel mit einem Bedürftigen teilte.

Von Januar bis Dezember hatten Jugendliche in verschiedenen Aktionen praktisch mit angepackt. Dette lobte die Initiative, weil die jungen Christen nicht nur geredet hätten, sondern „auch tatkräftig Hoffnung verbreitet haben“. Er finde es gut, dass der christliche Glaube auf ganz unterschiedliche Weise weitergeben werden könne. Die Initiative sei eine vorbildliche Tat gelebter Nächstenliebe. Die Jugendlichen hätten mit materieller Hilfe und persönlichen Zuwendung geholfen, mit älteren Menschen Zeit geteilt. So sei der geteilte Mantel ein schönes Symbol, um mit dem anderen etwas zu teilen. Das Aktionsjahr findet er eine gute Idee, die er gerne als Schirmherr unterstützt habe. Die „Initiative Hoffnung“ mache Mut sich in ähnlichen Aktionen in der Gesellschaft einzusetzen und den christlichen Glauben so zu bezeugen. Er hoffe, dass die Initiative weitergeführt werde.

Pastor Christoph Rinke von der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Wetzlar sagte, Christen hätten Hoffnung nicht nur aufs Jenseits, sondern auch für die Gegenwart. Menschen könnten im Glauben ihren eigenen Wert entdecken, aber auch ihren Nächsten in den Blick bekommen. Er hoffe, dass die Initiative für nicht mit diesem Jahr verpuffe, sondern dass die Aktionen der Nächstenliebe zum Alltag werden und weitergehen. Der Pastor hofft zudem, dass die Wetzlarer Bürger immer wieder Christen begegnen, die ihnen zu Hoffnungsträgern werden.

Jugendreferentin Kathleen Boldt von der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Wetzlar hatte die Aktionen im Auftrag der Evangelischen Allianz Wetzlar koordiniert. Sie berichtete, dass im Februar Jugendlichen und jungen Erwachsene den Bewohnern von Haus Minneburg und dem städtischen Altenheim Pariser Gasse Besuche abgestattet haben. Dabei haben sie den alten und kranken Menschen Lieder mit Gitarrenbegleitung gesungen, mit ihnen gespielt und sich unterhalten. In Hermannstein haben 80 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus der evangelischen Kirchengemeinde innerhalb einer Woche 50 Seniorinnen und Senioren besucht, eine Tulpe mit einer Mut machende Karte und einem selbst gemalten Bild übergeben.

Im April haben 20 Jugendliche vor dem Rewe-Markt in Niedergirmes Lebensmittel für die Tafel in Wetzlar gesammelt. Der Teentreff der Freien evangelischen Gemeinde hat 33 Autos gesäubert und dabei  300 Euro Spenden für einen guten Zweck gesammelt. Im September haben Jugendliche die Räume der Tafel in der Wetzlarer Bahnhofstraße neu gestaltet. Anfang Dezember verschenkten die jungen Leute Weihnachtsleuchter in der Fußgängerzone. Außerdem gab es für die Jugendlichen einen Infoabend zum Thema fairer Handel. Boldt überreichte dem OB ein Buch mit Texten und Bildern zu allen Aktionen.

Bild von links: Hendrik Pfeffer, Ob Wolfram Dette, Jugendreferentin Kathleen Boldt und Tobias Herr teilen den Mantel, der die Aufschrift „Hope for Wetzlar“ trägt.

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